Optik

Eine der wichtigsten Ausstattungsmerkmale einer Videokamera ist das Zoom-Objektiv. Da man als Filmer nicht immer auf Tuchfühlung gehen kann, aber dennoch hautnah dabei sein möchte, ist ein großer Zoom-Bereich, der vom Weitwinkel- bis in den Supertelebereich reicht, unumgänglich. Bei den meisten Kameras sind optische Zoom-Objektive mit 30x Standard. Lassen Sie sich jedoch nicht von allzu phantasievollen Werten verwirren, die eine Kamera mit Hilfe des digitalen Zooms erreichen kann. Eine tausendfache Vergrößerung mag zwar verlockend erscheinen, doch wer annimmt, sich dank dieser ausgefeilten Technik den beschwerlichen Marsch auf den Berggipfel zu ersparen und entspannt alles vom Hotelzimmer aus filmen zu können, der wird schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Ein digitaler Zoom vergrößert nur das vorhandene, digitale Bild. Da das aus einzelnen Bildpunkten zusammengesetzt ist und diese keine wundersame Vermehrung erfahren, sondern einfach nur größer dargestellt werden, wird das Bild grob und unscharf. Das Resultat: Eine matschig-verschwommene Aufnahme, die vielleicht noch auf dem kleinen Sucherbild akzeptabel ist, aber spätestens beim Videoabend allenfalls Surrealisten begeistern kann. Ein optischer Zoom lässt sich daher nicht durch einen digitalen zu ersetzen, sondern allenfalls nur durch einen noch stärkeren optischen.

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