Bildstabilisator

Als Videokameras noch mehrere Kilogramm schwer und die Zoom-Objektive nur einen kleinen Bereich umfassten, musste man sich kaum Sorgen um verwackelte Aufnahmen machen. Die Trägheit der Masse hat kleinen Verwackelungen effektiv entgegen gewirkt. Heute wiegen Videokameras teilweise nur wenige hundert Gramm und werden freihändig gehalten, so dass jedes noch so feine, natürliche Muskelzittern der Hand sofort im Bild störend niederschlägt. Aus diesem Grund verfügen die meisten Kameras über einen Verwacklungsschutz, der diese feinen Bewegungen aus dem Bild entfernt. Dabei gibt es zwei grundsätzlich unterschiedliche Systeme: Das optische gleicht die kleinen Bewegungen über schwingend gelagerte Linsen im Objektiv aus. Die Qualität dieser Systeme ist hervorragend, allerdings steigt durch deren Einsatz der Stromverbrauch der Kamera, was zu einem etwas schneller entleerten Akku führt. Elektronisch arbeitende Systeme gleichen die Bewegungen im bereits aufgenommenen Bild aus. Dazu wird der Bildausschnitt entsprechend der Bewegung so verschoben, dass das Motiv still zu stehen scheint. Da dieser Bildausschnitt logischerweise kleiner als das aufgenommene Bild sein muss, werden in der Regel Bildsensoren mit einer etwas höheren Auflösung verwendet, um diesen "Schwenkbereich" des beweglichen Bildausschnitts auszugleichen. Ältere Kameras verfügten noch nicht über höher aufgelöste Sensoren, so dass mit dem Einschalten des Verwacklungsschutzes gleichzeitig das Bild unschärfer wurde - doch das gehört bei praktisch allen aktuellen Modellen der Vergangenheit an.

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Aufzeichnungsmedium | Auflösung | Optik | Bildsensor | Nachtaufnahme | Bildstabilisator | Anschlüsse | Filter | Stromversorgung