Auflösung

Alle Welt spricht von "HD": Auf den seit der Fußball-WM massenhaft in den Markt gedrückten Flachbildfernsehern prangt das HD-Ready-Logo, die ersten HDTV-Fernsehsender haben ihren Sendebetrieb aufgenommen, BluRay- und HD-DVDs liegen bereits in den Regalen der Kaufhäuser, aber ausgerechnet die ersten Schritte des Nachwuchs sollen noch in der alten Fernsehnorm dokumentiert werden? So nicht. Doch was verbirgt sich überhaupt hinter dem allgegenwärtigen "HD"?

"HD" steht grundsätzlich für "High Density", englisch für "hohe Dichte", womit eine höhere Auflösung des Videobildes gemeint ist. Wie bei Digitalkameras sorgt eine höhere Auflösung für ein detailreicheres Bild. Die Werbung verspricht eine Qualität, als würde man direkt mitten im Geschehen sein. Und tatsächlich: HD-Aufnahmen weisen eine oft beeindruckende Natürlichkeit auf, fast so, als würde man durch ein Fenster sehen. Wie gut der Eindruck letztlich wird, hängt selbstverständlich vom Ausgangsmaterial und dem Bildschirm ab, auf dem es wiedergegeben wird.

HD-Kameras schließen die Lücke, die unvermeidlich entstehen wird. Ihre Aufnahmen sollen schließlich auch noch in 15 Jahren gut aussehen. Und dann wird das hochauflösende Fernsehen sicherlich so weit verbreitet sein, dass wir nicht näher darüber nachdenken müssen, was all die Buchstabenkürzel überhaupt bedeuten.

Wer weniger langfristig denkt und sich mit der bisherigen Bildqualität zufrieden gibt, der kann auch weiterhin zu einer Kamera mit "SD" - "Standard Density" - greifen. Denn wenn man es genau nimmt: So groß ist der Unterschied wirklich nicht, da die digitalen Camcorder an sich schon eine Bildqualität abliefern, die der eines Fernsehbildes in der Regel überlegen ist. Schnäppchenjäger aufgepasst: Camcorder mit der vermeintlich veralteten Technik sind heute so günstig wie noch nie zu haben.

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