Was für Profis: DV-Camcorder mit progressiver 16:9-Auflösung. Canons neuer Spitzencamcorder für professionelles Filmen löst den erfolgreichen XL1s ab. Wechselobjektiv, kombiniertes Sucher/Displaysystem und ein Breitbildsystem mit hochauflösendem 16:9 Modus gehören zu den Ausstattungshighlights.

















Die XL2 verarbeitet die Rot-, Grün- und Blau-Farbauszüge der 3 Eindrittel-Zoll-CCDs über einen neuen Signalprozessor, der nicht nur die Signal/Rauschabstände gegenüber dem Vorgängermodell XL1s anhebt, sondern auch höhere Auflösung und Empfindlichkeit bereitstellt. Der Prozessor verarbeitet die Signale wahlweise im 50i (interlaced) Verfahren oder im für Heimkinoanwendungen erforderlichen 25p (progressive) Verfahren. Dabei kann die Gradation wie die Farbmatrix von Video auf "Filmstyle" umgestellt werden, um für den echten Filmlook zu sorgen. Filmkorn kann ebenfalls simuliert werden.
Das Knie der Gammakurve, das den Zeichnungsbereich der Aufnahme festlegt, kann in drei Stufen vorgewählt werden. Am anderen Ende der Gammakurve sorgen black stretch oder Compress-Einstellungen für Zeichnung in Schwachlichtbereichen. Manuelle Kontrolle über Schärfe, Farbsättigung, Farbton und Signalverstärkung (Basis, -3 bis 18dB) runden die Auswahl professioneller Einstellungen ab. Weichere Hauttöne entstehen durch manuelle Einstellung der vertikalen Schärfe und der Hautfarben.
Die hochauflösende 20x-Zoom-Optik enthält eine aus den renommierten Canon Broadcast-Objektiven und den EF-Objektiven der L-Serie bekannte Fluorit-Linse zur Eliminierung von chromatischer Aberration. Im Zusammenspiel mit der feinlamelligen Kreisblende entstehen so nicht nur kristallklare sondern auch selektiv tiefenscharfe Aufnahmen.
Die Optik erlaubt professionelles Schärfe- und Blendenziehen dank vorwählbarer Arretierpunkte. Das Objektiv ist abnehmbar. Auf den Canon XL-Mount passen alle XL-Videolinsen, sowie per optionalem Adapter, alle Canon EF-Linsen. Bewegungsdetektoren und ein vari-angle Prisma bilden zusammen mit einem elektronischen Super Range-IS-Schaltkreis ein hocheffizientes Bildberuhigungssystem, das auch die vom optischen System ungenügend korrigierten Niederfrequenz-Erschütterungen ausgleicht.
Das optische Kontrollsystem besteht aus einem 2-Zoll-LCD-Monitor mit 200.000 Pixeln, dessen spezielle Sucherlupe abgeklappt werden kann, um den Einblickbereich zu vergrößern. Das Sucher/Displaysystem ist wie bei professionellen Suchersystemen üblich in Tiefen- und Seitenauszug verstellbar.
Folgende Aufnahmemodi stehen zur Verfügung: Vollautomatisch, Blendenvorwahl, Zeitvorwahl, Vollmanuell, Spotlight und Schwachlicht. Die Verschlusszeit ist in 30 Stufen einstellbar, fein genug um auch Monitoraufnahmen realisieren zu können. Natürlich können die Einstellungen für Zeit und Blende auch während der Aufnahme aus dem Motiv heraus arretiert (AE-Lock) werden.
Profifilmer brauchen zum Blanken der Tapes auch Farbbalken und 1 Kilohertz-Sendeton. Beides stellt die XL2 in Studioqualität zur Verfügung. Das SMPTE-Timecode-Modul erlaubt die Aufzeichnung von konsekutivem Timecode oder dem bei Veranstaltungen bevorzugten Echtzeit-Timecode.
Für die professionelle Tonaufzeichnung sind 2 XLR-Stecker mit 48Volt-Phantomspeisung bereits integriert. Getrennte 4-Kanalaufzeichnung war bereits mit der XL1s realisierbar und ist auch mit dem Nachfolger problemlos möglich. Neu ist der BNC-Ausgang zum Anschluss an einen Kontrollmonitor.
Diese Konzentration auf professionelle Funktionen macht die XL2 zu einem echten Broadcast-Werkzeug mit hervorragendem Preis/Leistungsverhältnis.
Auflösungsklasse: SD steht für "Standard Definition" und entspricht der herkömmlichen Fernsehnorm.
HD steht für das hochauflösende Fernsehen "High Definition" und bedarf einen entsprechenden HDTV-Fernseher (z.B. "HD Ready").
Nachtmodus: Der Nachtmodus hellt fast dunkle Bilder auf – allerdings meist zu Lasten der Bildqualität und der Bilderzahl.
Optischer Zoom: Ein optischer Zoom gehört zur Standardausrüstung einer Kamera. Ein hoher Zoomfaktor über 10 ermöglicht es auch, entfernte Szenen gut abzulichten. Allerdings sind solche Aufnahmen nur in Verbindung mit einem Bildstabilisator möglich – oder einem Stativ.
Filtergewinde (Durchmesser): Nur wenige Kameras erlauben es, optische Filter vor das Objektiv zu setzen, mit denen sich z.B. Farbeffekte erzielen oder Brennweite verändern lassen.
Elektronischer Sucher: Bei vielen kompakten Kameras verzichtet man mittlerweile auf einen Sucher zu Gunsten des Bildschirms. Jedoch gewährleistet ein Sucher ein stets optimal erkennbares Vorschaubild auch in heller Umgebung und schützt zudem vor neugierigen Blicken.
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